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Sicherheitstipps

Wenn Sie sich über die Qualität und die Inhaltsstoffe nicht sicher sind

In der Schweiz ist eine individuell auf den Patienten abgestimmte Cannabistherapie mit adäquaten Medikamenten, unterschiedlichen Einnahmeformen und Cannabissorten nicht erlaubt. Deshalb weichen viele Kranke auf den Schwarzmarkt aus. Dies ist jedoch nicht ohne Risiko, da Sie keine Kontrolle über die Qualität und Inhaltsstoffe dieser illegalen Cannabisprodukte haben.

Um sich keinen unnötigen Risiken auszusetzen, beachten Sie die folgenden Punkte:
  • Seien Sie bei illegal erworbenen Cannabisprodukten immer misstrauisch und vorsichtig.

  • Kaufen Sie Ihre Produkte von Menschen, die Sie kennen und denen Sie vertrauen.

  • Testen Sie bei der erstmaligen Einnahme eines Produkts zunächst nur eine kleine Menge.
    (geräuchert: 2 bis 3 Züge. oral konsumiert: ein paar Tropfen Öl / kleines Stück Cannabiskeks)

  • Führen Sie solche Tests nur durch, wenn Sie nicht alleine sind und bei Problemen Hilfe geleistet werden kann.

  • Warten Sie eine Weile, bis sich die Effekte manifestieren. Auf diese Weise können Sie sie richtig einschätzen, bevor Sie möglicherweise mehr konsumieren.
    (über die Lunge: mindestens 15 Minuten, über den Magen: 2 bis 3 Stunden)

  • Wenn Sie sich unwohl fühlen oder eine ungewohnte Wirkung spüren, sehen Sie von einer weiteren Einnahme ab.

  • Achten Sie auf die Langzeitwirkung. Möglicherweise spüren Sie einige Tage lang keine unangenehmen Nebenwirkungen.

Auf dem Schwarzmarkt ist besondere Vorsicht geboten

MEDCAN stellt fest, dass legal produzierte CBD-Cannabisblüten mit synthetischen Drogen besprüht und als THC-haltige Blüten verkauft werden. Es gibt auch „Fake Hash“ auf dem Markt. Auch Behörden und Medien warnen zunehmend vor diesen manipulierten Produkten. Eine große Anzahl dieser gefährlichen Substanzen finden Sie auf Drogeninformationsseiten wie z  Eva und Rave   .

 

Aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie und der teilweise noch geschlossenen Grenzen hat der Schwarzmarkt Lieferprobleme und hilft sich zunehmend mit dieser perfiden Methode. Seien Sie jetzt besonders vorsichtig, wenn Sie Cannabis aus illegalen Quellen kaufen. Diese „gefälschten Cannabisprodukte“ sind in Europa weit verbreitet. Mehrere Personen haben MEDCAN ihre schlechten Erfahrungen gemeldet.

Massive Nebenwirkungen und Überdosierungsgefahr

Betroffene konsumieren oft große Mengen Cannabis, um ihre Symptome zu lindern. Meistens nehmen sie es regelmäßig oder sogar täglich ein. Die Wirkung dieser „falschen Cannabisprodukte“ kann nicht beurteilt werden. Selbst erfahrene Verbraucher können die Manipulation optisch kaum erkennen. Die Wirkstoffe werden manuell aufgesprüht. Das bedeutet, dass die Dosierung stark variieren kann. Es besteht die Gefahr einer schweren Vergiftung.  Diese synthetischen Substanzen sind oft extrem gefährlich.

 

Sie können massive körperliche und psychische Nebenwirkungen haben:

  • Tachykardie

  • Hoher Blutdruck

  • Krampfanfälle

  • Übelkeit und Erbrechen

  • Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit

  • Verwechslung

  • Panikattacken

  • Aggressives und gewalttätiges Verhalten

  • Wahnvorstellungen bis hin zu einer akuten Psychose

  • Starkes Verlangen / Abhängigkeit (Craving)

  • Bewusstlosigkeit

  • Herzattacke

Quelle:  medcan.ch

Abhängigkeitspotential

Cannabis mit mehr als 1% THC wird in der Schweiz als Betäubungsmittel eingestuft. Daher sollten Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden, wenn eine medizinische Behandlung auf Cannabisbasis in Betracht gezogen wird.

Hier sind einige Informationen, die jeder potenzielle Patient und verschreibende Arzt kennen sollte:

 

Es gibt keine eindeutigen Beweise für das Risiko einer Abhängigkeit von medizinischem Cannabis. Im Rahmen einer gut strukturierten Behandlung bei Menschen ohne Suchterkrankungen gilt dieses Risiko als sehr selten.


In Bezug auf dieses Problem sollten die folgenden Elemente berücksichtigt werden:

 

  • Das Abhängigkeitspotential von Cannabis ist eher gering (9%* bei Konsum als Freizeitdroge, Quelle: Lopez-Quintero et al. 2011 )

  • Die Verwendung von medizinischem Cannabis ermöglicht es, die Einnahme anderer Medikamente, die ebenfalls ein Abhängigkeitspotential haben (Opioide, Benzodiazepine etc.), zu reduzieren oder ganz zu eliminieren.

  • Im Rahmen einer engmaschigen Überwachung durch den Arzt wird jede übermäßige Dosissteigerung erkannt und im Gespräch angesprochen.

  • Medizinische Indikationen sind oft palliativ.

  • Die relativ hohen Medikamentenkosten wirken präventiv auf den Drogenmissbrauch.

Quelle: praxis-suchtmedizin.ch