Dravet-Syndrom: Übersicht über natürliche Behandlungsmethoden

Aktualisiert: 24. Jan.



Es gibt zwar keine Heilung für das Dravet-Syndrom, eine seltene und schwere Form der Epilepsie, von der Säuglinge ab dem Alter von fünf Monaten betroffen sind, aber es gibt natürliche Behandlungsmethoden, mit denen die Häufigkeit der Anfälle und damit ihre Auswirkungen auf die Gesundheit des Kindes und seine Entwicklung verringert werden können.


Epileptischen Anfällen mit pflanzlichen Mitteln vorbeugen. Es gibt viele Möglichkeiten, die epileptischen Anfälle und Krampfanfälle, unter denen Kinder mit Dravet-Syndrom leiden, zu verhindern und (bis zu einem gewissen Grad) zu kontrollieren.


Diese seltene Krankheit, die auch als schwere myoklonische Epilepsie des Säuglings (SME) bekannt ist, kann sich bei Säuglingen ab einem Alter von fünf Monaten in Form von heftigen Anfällen äußern. Das Baby ist noch zu jung für eine medikamentöse Behandlung, kann aber von den Vorteilen bestimmter Pflanzen profitieren, die seit langem dafür bekannt sind, epileptische Anfälle zu lindern.


- Baldrian

Diese Pflanze, die als Wurzeltee getrunken wird, kann durch ihre beruhigende und besänftigende Wirkung auf das Nervensystem das Auftreten von Anfällen verhindern. Ihre stressreduzierende Wirkung hilft dem Kind, sich zu beruhigen und die Angst vor dem nächsten Anfall zu vergessen. Da Stress in der Tat ein anerkannter Auslöser für epileptische Anfälle ist, ist die Wirkung von Baldrian für kleine Kinder, die Schwierigkeiten haben, ihre Gefühle zu kontrollieren, durchaus vorteilhaft.


- Rinde der Linde

Dank ihrer natürlich beruhigenden Eigenschaften trägt die Lindenrinde zur Entspannung des Nervensystems bei. Als Tee getrunken, hilft Lindenrinde, Bluthochdruck zu kontrollieren und trägt so zur Beruhigung von epileptischen Anfällen bei.


- Orangenblatt

Orangenblättertee trägt wie jedes andere pflanzliche Entspannungsgetränk aufgrund seiner beruhigenden Wirkung dazu bei, die Überaktivität des Nervensystems zu reduzieren.


Medizinisches Cannabis


Seit mehreren Jahren haben verschiedene medizinische und wissenschaftliche Studien die Vorteile der krampflösenden Eigenschaften von CBD bei der Bekämpfung von Epilepsie, auch bei jüngeren Menschen, hervorgehoben. 2018 wurde in den USA das erste Epilepsiemedikament auf der Basis von medizinischem Cannabis von der US-amerikanischen Food and Drug Administration zugelassen: Epidyolex.


Dieses CDB-Medikament wurde entwickelt, um resistente Epilepsien zu bekämpfen, bei denen andere, herkömmlichere Behandlungen keine Wirkung zeigen. Es lindert die Anfälle und kann eine hervorragende Behandlung für jüngere Kinder mit Lennox-Gastaut-Syndrom und Dravet-Syndrom darstellen.


Diese beiden Formen der Epilepsie sind nämlich die therapieresistentesten und können für die betroffenen Kinder schwerwiegende Folgen haben.Durchgeführte klinische Studien haben bei jungen Patienten, die eine Behandlung mit Epidiolex erhalten haben, eine erhebliche Anfallsreduktion gezeigt. Für eine einfachere Anwendung wird dieses CDB-Medikament in Form eines Sirups angeboten. Es enthält Cannabidiol (CDB) aus Cannabis und seine Wirkung ist bei weitem nicht die von THC-haltigem (und damit betäubendem) Cannabis, sondern eher krampflösend, angstlösend und entspannend.


Bisher wird Epidiolex in der Schweiz nicht vermarktet. Ein magistrales Präparat mit der gleichen Formulierung ist jedoch auf ärztliche Verschreibung erhältlich. Dieses Medikament enthält kein THC, sodass der Arzt keine Zulassung beantragen muss, um es zu verschreiben.


CBD könnte ein Therapieansatz sein, der für Kinder erforscht werden sollte. Überprüfen Sie seine Eignung für die Behandlung über cannabisaufrezept.ch.


Diäten


Mehrere wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass eine geeignete Diät bei der Bekämpfung von Epilepsie helfen kann, insbesondere wenn die Einnahme bestimmter medikamentöser Behandlungen nicht möglich ist. Eine der am meisten empfohlenen Diäten ist die ketogene Diät, eine kohlenhydratarme Diät, die die Produktion von Ketonkörpern im Blut fördert, die eine antiepileptische und wohltuende Wirkung auf das Gehirn haben. Diese sehr strenge Diät muss unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden, wobei bestimmte Indikatoren wie das Gewicht streng überwacht und regelmäßig Blutproben entnommen werden müssen.


Bestimmte alltägliche Lebensmittel und natürliche Nahrungsergänzungsmittel helfen ebenfalls bei der Bekämpfung epileptischer Anfälle, z. B. Omega-3-Fettsäuren, die vor allem in verschiedenen Ölen enthalten sind, Magnesium und die Vitamine D und E, die in vielen Lebensmitteln vorkommen.

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